Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde
Jahrgang 42

Hamburg 1967

Seite 8

Liste von Familiennamen der hamburgischen Elbinseln

(mit Ausnahme Finkenwerders, Moorwerders und der ehemals hannoverschen Elbinseln)

Von Otto Tafelsky

Auf die in vorliegender Liste zusammengestellten Familiennamen stößt man bei kulturgeschichtlichen Studien in den einschlägigen Archivalien. Um sie nicht ins Unendliche anwachsen zu lassen, beschränkt sie sich auf die Zeit, da die Elbinseln noch landwirtschaftlich genutzt wurden. Hatte das 19.Jahrhundert schon in seinen ersten zwei Dritteln die Zahl der gewerblichen Betriebe merklich anwachsen lassen, so erfuhr dies Gebiet etwa im letzten Drittel einschneidende Veränderungen durch die Anlagen des Hafens und industrieller Betriebe, was natürlich eine starke Zunahme der Einwohnerzahl und einen lebhaften Zustrom bisher fremder Familiennamen im Gefolge hatte.

Es lohnte sich vielleicht einmal eine Untersuchung, aus welchen Gegenden überhaupt die Zuwanderung erfolgte. Da es auf dem hier betrachteten Inseln keine Deichkommunen gab, sondern sie alle ursprünglich nur mit einem oder wenigen Höfen besiedelt sind, war die Bevölkerungsziffer anfangs nur gering. Der aufblühende Milchhandel am Ende des 18.Jahrhunderts hat dann die Bewohner benachbarter Inseln und Marschdistrikte verlockt, sich hier niederzulassen. Die Nähe des Hafens und des Wassers sowieso gab auch anderen Gewerben eine Existenz, deren Ausübende auch wohl zum Teil aus der Stadt gekommen sein mögen. Bemerkenswert ist, daß die Landesgrenzen zu den lüneburgischen Elbinseln für die Zuwanderung von dorther kein Hemmnis waren, da uns eine große Zahl Wilhelmsburger Familien begegnete.

Die Familiennamen sind alphabetisch geordnet. Es sind auch die Vornamen ihrer Träger hinzugefügt, soweit sie erfaßt werden konnten. In Klammern sind Zeit und Örtlichkeit ihres Auftretens gegeben. Zu beachten ist, daß die Namensträger nicht immer Bewohner, sondern Besitzer oder Pächter sein können, die anderswo ihren Wohnsitz hatten. Ebenso bedeuten zwei oder drei Jahreszahlen hinter einem Namen zuweilen nur das Namensvorkommen, nicht die Identität der Person.

Die Quellen sind Akten der Staatsarchive Hamburg und Schleswig, für die östlichen Elbinseln sind die Kirchenbücher von St. Georg in Hamburg und St. Nikolai in Billwerder Moorfleet herangezogen worden. Hinzu kommt einige gedruckte Literatur.

Die Örtlichkeiten sind folgendermaßen abgekürzt:
D = Dradenau
E = Ellerholz (vor Roß)
Grh = Grevenhof
Grw = Griesenwerder
H = Hove (Kaltenhofe)
K = Klütjenfeld
Kl. V = Kleine Veddel
Kl. Grb = Kleiner Grasbrook
M = Mühlenwerder
N = Niedernfeld
P = Peute
PM = Peuter Müggenburg
R = Roß
Rbg = Rugenbergen
V = Große Veddel
VM = Veddeler Müggenburg
W = Waltershof (ab 1788 zusammenfassend für Rgb und Grw).

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Grohn, Friedr. (V 1766), Christian (V 1809), Gottfried (V 1809)