Stadtplanung Grohn
21.03.2002 von Rolf Molter
Streichung des Tagesordnungspunktes "Entwicklung" Grohns von der Tagesordnung des Vegesacker Beirats
Als langjähriger Anwohner habe ich mit Interesse den Leitartikel in „DIE NORDDEUTSCHE“ vom 12. Februar »Grohn bekommt ein neues Gesicht« gelesen, dem u.a. zu entnehmen war, dass das Wirtschaftsressort die Stave und das Bauamt Bremen-Nord beauftragt hat, ein Investitionsprogramm für den Ortsteil Grohn zu erstellen. Eine grobe Struktur der beabsichtigten Maßnahmen war dem Artikel ebenfalls zu entnehmen. Dass die Modernisierung Grohns mehr als überfällig ist, steht außer Zweifel. Heute lese ich nun in der Zeitung, dass der Beirat es auf seiner jüngsten Sitzung abgelehnt hat, die Vorschläge der beauftragten Gremien überhaupt zur Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls eigene Anregungen dazu einzubringen. Wenn es im Untertitel der Meldung heißt: »Buchholz: Merkwürdiges Verfahren«, so muss ich dazu sagen, dass ich es für ein sehr merkwürdiges Verfahren halte, den Punkt aus formalen Gründen von der Tagesordnung zu streichen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es für einige Beiratsmitglieder wichtiger ist, sich selbst zu profilieren, als Politik für die Bürger zu machen. Ich halte das Thema für zu dringlich, um auf die lange Bank geschoben zu werden, und meine, durch die Absetzung wurde wertvolle Zeit vertan weil Beiratsmitglieder zeigen wollten, wie wichtig sie doch sind.


Bis Mai soll ausgebaggert sein - Hilfe für Sportboothafen Grohn gebilligt

Bis Mai soll der Sportboothafen Grohn ausgebaggert, von 55.000 Kubikmetern Schlick befreit sein. Zunächst sollen 15.000 Kubikmeter TBT-kontaminierter Schlick auf die Sonderdeponie Seehausen gebracht werden. Dann ist eine Restprüfung vorgesehen. Danach sollen die restlichen 40.000 Kubikmeter Schlick ausgebaggert und bei Farge in der Weser verklappt werden. Diesen Zeitplan nannten gestern Jürgen Pohlmann, Sprecher der Sportdeputation, nachdem die Deputation einstimmig - also auch mit den Stimmen der Grünen - dieser Lösung für den Sportboothafen zugestimmt hatte.
Ausdrücklich betonte der Sprecher der Sportdeputation, dass 40.000 Kubikmeter Schlick des Hafens laut entsprechenden gutachterlichen Untersuchungen nach Umweltkriterien nicht kontaminiert seien. Deshalb, so Pohlmann, habe das Wasser-und schifffahrtsamt Bremen auch der Verklappung dieses Schlicks in der Weser zugestimmt.
Da die Politik gewollt habe, dass die Wassersportvereine, die bis 1972 ihre Anlagen in der Weser hatten, in den Grohner Sportboothafen umziehen, habe die Politik auch eine Verantwortung gegenüber den sechs Vereinen, die 550 Boote im Sporthafen liegen haben, betonte Jürgen Pohlmann. Seit 1992 aber sei in Grohn nicht mehr gebaggert worden, wodurch die Verschlickung soweit fortgeschritten sei, dass die Schiffe den Hafen nur noch in einem eng begrenzten Zeitraum befahren können. Bei Ebbe hingegen würden viele Schiffe trocken fallen, Schlickbänke auftauchen.
(Quelle: Weser-Kurier vom 08.02.2002)


1956: Das Panzer-Aufklärungs-Lehr-Bataillon in Bremen-Grohn

Als erste Einheit der Panzeraufklärungstruppe der Bundeswehr wurde ab 3. April 1956 das Panzer-Aufklärungs-Lehr-Bataillon in Bremen-Grohn aufgestellt. Das Bataillon erhielt folgende Gliederung:

Stab
Stabskompanie
Panzerspäh-Lehrkompanie
Panzeraufklärungs-Lehrkompanie
Offiziersanwärterkompanie
Versorgungs-Lehrkompanie

Die Erweiterung um je eine Panzerspähkompanie und eine Panzeraufklärungskompanie war vorgesehen.

Die neu aufgestellten Panzer- und Grenadierdivisionen wurden, abweichend von der ursprünglichen Planung, mit je einem Panzeraufklärungsbataillon ausgestattet.

© 07.09.01, www.pzaufkl.de


Schwimmverband will Hallenbad Grohn retten

Bremen (dpa) - Der Landesschwimmverband Bremen kämpft um das bisherige Bundeswehrhallenbad Grohn. Das Bad mit fünf 25-Meterbahnen soll geschlossen werden. Am Donnerstag will der Verband einen Trägerverein gründen, um die Sportstätte zu erhalten. An der Aktion sind vier Schwimm-Clubs, der Turnkreis Bremen-Nord, die DLRG und diverse Kindergärten beteiligt. Staatsrätin Elisabeth Motschmann vom Senator für Sport kündigte "volle Unterstützung" an.

taz Bremen Nr. 6527 vom 20.8.2001, Seite 21, 7 Agentur


Hallenbad Grohn bleibt vorerst geöffnet

Bremen (taz) - Der Eigentümer des Hallenbades St.Magnus/Grohn hat zumindest für ein weiteres Jahr die Öffnung des Bades zugesagt, das berichtete Sportstaatsrätin Elisabeth Motschmann. Alle Teilnehmer eines "Runden Tisches" im Ortsamt Vegesack seien der Ansicht gewesen, dass das Hallenbad für den Schwimmsport in Bremen-Nord mit fast 1.700 Teilnehmern unbedingt erhalten bleiben muss. Konkrete Aussagen über die Planungen des Eigentümers konnte sein Bevollmächtigter allerdings nicht machen.

taz Bremen Nr. 6472 vom 16.6.2001, Seite 25, 8 TAZ-Bericht


IUB PRESS RELEASE / IUB PRESSEMITTEILUNG

International University Bremen bezieht ihren Campus in Bremen-Grohn

Bremen, 17. April 2000.

Ein gutes Jahr nach ihrer Gründung bezieht die International University Bremen (IUB) ihren Campus in Bremen Grohn. Das bisher als Roland Kaserne bekannte Gelände wird in den nächsten 5 Jahren in einen Universitätscampus umgestaltet. Der Umzug der IUB-Verwaltung stellt den ersten Schritt dar.

Ab Ostern ist die International University Bremen unter folgender Adresse zu erreichen:
Hausanschrift:
Campus Ring 1 (Einfahrt auf Höhe Bruno-Bürgel Straße 23)
28759 Bremen

Postanschrift:
Postfach : 750561
28725 Bremen

International University Bremen
Contact: Brita Schemmann
Tel: 0421 200 4451
Fax: 0421 200 49 4451
http://www.iu-bremen.de


Neue Uni in Grohn ist staatlich finanziert

Mit der International University Bremen entsteht eine staatliche Universität: Nicht, was die Zugangsmöglich-keiten, wohl aber, was die Finanzierung angeht / Mit 230 Millionen Mark Aufbauhilfe vom Land ist es nicht getan

Steckt die Geld-Sammelaktion der International University Bremen (IUB) in der Krise? Eines der bestgehüteten Geheimnisse der Privatuni-Leitung ist seit Monaten, wieviel der anvisierten 500 Millionen Mark Stiftungskapital bisher zusammengekommen ist. Erst im Herbst nächsten Jahres muss die IUB den Stand ihrer Sammelaktion dem Senat mitteilen - eine regelmäßige Kontrolle im Zweijahres-Rythmus bat sich der Senat als Bedingung dafür aus, dass das Land Bremen 230 Millionen Mark der Steuerzahler für die Aufbauphase der zukünftigen Elite-Schmiede locker macht.

Erstmals ist jetzt einer der Spender an die Öffentlichkeit getreten: Die Bremer Landesbank hat eine Stiftung eingerichtet und vorerst fünf Millionen Mark eingezahlt - perspektivisch soll der Topf gar auf zehn Millionen Mark aufgestockt werden. Über das Geld kann die IUB verfügen. Doch die von der Bank gesuchte Öffentlichkeit kann auch als Krisensymptom des IUB-Fundraising gedeutet werden: Mit der Landesbank hat sich ein veritables Zugpferd der IUB empfohlen, damit endlich weitere große Fische nachziehen. Der Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank, Peter Haßkamp, sitzt auch im Aufsichtsrat der IUB.

Die einzige Information, die es über den Stand des Fundraising gibt, stammt aus dem Mund von Bürgermeister Henning Scherf (SPD). Auf einer Pressekonferenz im August 1999 behauptete Scherf, es sei bereits "mehr als die Hälfte" der angepeilten 500 Millionen Mark gesammelt (die taz berichtete). Dreiste Lüge oder schlicht Desinformation - jedenfalls will IUB-Präsident Fritz Schaumann die genannte Zahl bis heute nicht bestätigen. Hermann Kuhn, Bürger-schaftsabgeordneter der Günen und eigentlich der Entwicklung in Grohn wohlwollend gegenüberstehend, findet es denn auch "wenig klug, wenn der Bürgermeister solche Zahlen in die Welt pustet". Und auch, dass die Landesbank ihre großzügige Spende öffentlich macht, findet er "verwunderlich". Dieses Verhalten lade "zu Spekulationen geradezu ein".

Hätte Scherf mit seiner Zwischenbilanz recht gehabt, wäre das eine Erfolgsmeldung ersten Ranges gewesen. Denn noch im Mai 1999 wurde der Wissenschaftsdeputation die Vorlage 040/99-L zur Kenntnis gebracht, Thema: "Finanzierung der International University Bremen und des Wissenschaftsstandortes Bremen-Grohn". Klipp und klar wird der Zeitplan des Fundraising angegeben: Bei der ersten Überprüfung im Herbst 2001 sind nur 100 Millionen angepeilt. Im Jahr 2003 sollen 200 Millionen zusammen sein, ein Jahr später 300 Millionen. Die Kosten des Fundraising werden bis dahin auf mindestens 30 Millionen Mark geschätzt. Von den Kapitalerträgen der eines Tages zusammengesammelten 500 Millionen Mark will die Universität den Großteil ihrer Betriebskosten bezahlen.

Doch auch bei den erwarteten Kapitalerträgen deutet sich an, dass das Fundraising nicht besonders läuft. Im Mai wurden die geschätzten jährlichen Betriebskosten für die neue Universität noch mit 55 Millionen Mark angegeben - so steht es in der Vorlage für die Bürgerschaftsabgeordneten. Gedeckt werden sollte das duch Studiengebühren (neun Millionen Mark), Forschungsdrittmittel (10 Millionen) und aus Vermögen und Spenden (36 Millionen).

In einer neuen Vorlage zum gleichen Thema sind ganz andere Zahlen zu lesen: Das Papier L 32 für die Wissenschaft-Deputierten geht am 11. Februar 2000 nur noch von jährlichen Betriebskosten von 45 bis 50 Millionen aus. Gedeckt werden soll das nunmehr durch Studiengebühren (10 Millionen), aus Forschungsdritmitteln (10 Millionen) und aus Vermögen und Spenden (nur noch 30 Millionen). Warum ist der Betrieb billiger geworden - ist weniger Ertrag aus Vermögen absehbar?

Einer der wenigen übriggebliebenen Fundametalkritiker der International University Bremen ist der Jungsozialist Thomas Ehmke. "Die Befürchtung scheint sich zu bestätigen, dass das ein Millionengrab für öffentlichen Gelder wird", sagt er. Er fürchtet vor allem eines: Dass die IUB von Bremen weiteres Geld haben will, wenn nicht alles läuft wie es soll. Bremen, so Ehmkes Bedenken, könnte sich einem solchen Ansinnen nur schwer verweigern - die IUB ist längst zum lokapolitisch wichtigen Renommierprojekt geworden. Bremens Politiker hätten einen "zwanghaften Drang, sich modern zu geben", böten dabei aber nicht wirklich neue Ideen.

Dem Argument, dass hier mit staatlichen Geldern eine Bildungsstätte für eine geistige Elite gebaut wird, begegnet man schon längst nur noch mit einer Igittigitt-Haltung. "Mit dem Prestigeobjekt beginnt keine Sanierung in Fläche und Breite", argumentiert Ehmke, "sondern das Projekt kommt nur einigen Wenigen zu gute".

Dabei sind die 230 Millionen Mark Aufbauhilfe längst nicht das gesamte Steuer-Geld, welches in die Privat-Universität mit später 1.200 Studierenden gesteckt wird. Dem Wissenschaftsrat liegt ein Antrag vor, in dem die IUB um Aufnahme in das Hochschul-Bau-Förder-Progamm bittet. Bei Bautätigkeiten an deutschen Hochschulen zahlt der Bund rund 50 Prozent der Kosten, das Bundesland den andern Teil. 69 der bis zum Jahr 2004 insgesamt veranschlagten 191 Millionen Mark für den Aufbau der IUB sollen aus dem Hochschulbau-Förderprogramm des Bundes bezahlt werden.

Oder nehmen wir das 30 Hektar-Gelände der Roland-Kaserne, auf dem jetzt nach und nach die IUB einzieht: Die IUB kaufte dem Bund das Gelände für schlappe 17 Millionen Mark ab. Der geschätzte Verkehrswert allerdings lag bei 34 Millionen. Grund für den Preisnachlass: "Der Bund gewährt für Kasernengrundstücke, die einer Hochschulnutzung für Gemeinbedarfszwecke zugeführt werden, einen 50 prozentigen Kaufnachlass". Gemeinbedarfszwecke?

Auch EU-Fördertöpfe sollen für die Kaderschmiede angezapft werden. Privatwirtschaftlich organisiertes Beiprodukt der IUB soll der angegliederte "Science Park" werden. Weil Bremen-Nord in einem der Fördergebiete für das Ziel-zwei-Programm liegt ("von rückläufiger industrieller Entwicklung schwer betroffene Gebiete"), kann für den "Science Park" munter Europa-Geld beantragt werden. Vorgesehen ist, den "Science Park" durch das Ziel-zwei-Unterprogramm "Stärkung des Dienstleistungssektors" fördern zu lassen. Wieviele Millionen von der EU beantragt werden, ist derzeit noch nicht klar. Für den Frühsommer wird mit den Planungen gerechnet.

Doch damit nicht genug. Rund zehn Millionen Mark will die IUB aus Forschungsdrittmitteln pro Jahr einnehmen. Ein Teil davon wird aus den Töpfen der staatlichen Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) kommen - und kann somit nicht mehr an die staatlichen Universitäten verteilt werden. Wieviel das sein wird, hängt auch vom Niveau der Forschung ab, dass in Grohn erreicht wird.

Auf ein weiteres Einfallstor für staatliche Nachfinanzierung weist der Grüne Hermann Kuhn hin: So habe das Land Bremen angedeutet, sich später an nötigen Stipendien für die IUB zu beteiligen. Nur die Hälfte der Studierenden werden die Studiengebühren von vermutlich rund 20.000 Mark im Jahr bezahlen, steht in einer Vorlage für die Wissenschaftsdeputation. Dennoch rechnet die IUB mit Einnahmen aus diesem Bereich von rund 10 Millionen Mark jährlich (siehe oben; inzwischen rechnet man auch mit einer Million Mark mehr Einnahmen aus Studiengebühren als vor neun Monaten). Kuhns Warnung, solche Stipendien könnten als indirekte Finanzierung aus Landesmitteln verstanden werden, sei in den Ausschüssen "schmunzelnd" zur Kenntnis genommen worden - weil man sich womöglich durchschaut fühlte.

Christoph Dowe

taz Bremen Nr. 6084 vom 4.3.2000 Seite 38 Spezial 108 Zeilen
TAZ-Bericht Christoph Dowe


IUB PRESS RELEASE / IUB PRESSEMITTEILUNG

International University Bremen kauft Roland-Kaserne in Bremen-Grohn

Bremen, 22. Dezember 1999. Der Präsident der International University Bremen, Dr. Fritz Schaumann, und Vertreter der Bundesrepublik Deutschland haben heute, am 22. Dezember 1999, in Anwesenheit von Vertretern des Landes Bremen den Kaufvertrag über den Ankauf der Roland-Kaserne in Bremen-Grohn unterzeichnet. Die International University Bremen wird damit Eigentümerin des bisherigen Kasernengeländes, auf dem bereits ab Herbst 2000 die ersten Studierenden der im Februar 1999 neugegründeten privaten Universität ihr Studium aufnehmen werden. Die Bundeswehr wird ein ca. 6 ha. großes Teilstück am Rande des Geländes noch bis zur vollkommenen Fertigstellung des Ersatzgeländes in Garlstedt im Sommer 2001 weiternutzen.

Der Verkehrswert für das ca. 30 ha. große bebaute Gelände beträgt rd. DM 34 Mio. Da der Bund für Kasernengrundstücke, die einer Hochschulnutzung für Gemeinbedarfszwecke zugeführt werden, einen 50 prozentigen Kaufpreisnachlaß gewährt, hat die International University Bremen einen Kaufpreis in Höhe von rd. 17 Mio. DM zu zahlen.
Sowohl die Vertreter des Bundesvermögensamtes und der Oberfinanzdirektion als auch der Präsident der International University Bremen äußerten sich zufrieden über das Ergebnis der Vertragsverhandlungen und über den Kaufvertragsabschluß. Die Vertreter des Bundes begrüßten es sehr, daß die bisher als Logistikschule für die Bundeswehr genutzte Ausbildungskaserne unter größtmöglicher Erhaltung der vorhandenen baulichen Strukturen auch weiterhin für Ausbildungszwecke genutzt werden soll.
Der Präsident der International University Bremen, Dr. Schaumann, zeigte sich erleichtert und froh, daß die Verhandlungen noch in diesem Jahr mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages abgeschlossen werden konnten und die International University Bremen nun unverzüglich mit der Herrichtung und Renovierung der Gebäude beginnen kann. Der Präsident wies auf den außerordentlich engen Zeitrahmen hin, ließ jedoch keinen Zweifel daran, daß die International University Bremen es schaffen werde, den Studienbetrieb - wie geplant - im Herbst 2000 aufzunehmen.

Ergänzend zu dem Kaufvertrag zwischen der International University Bremen und der Bundesrepublik Deutschland wird zugleich ein weiterer Vertrag zwischen der Freien Hansestadt Bremen und der International University Bremen geschlossen, in dem vereinbart ist, daß das Land Bremen für die Dauer von 99 Jahren Sicherungsrechte an dem Grundstück behält.
Die Freie Hansestadt Bremen fördert den Aufbau der International University Bremen mit einer Startfinanzierung von 230 Mio. DM und hat sich deshalb diese Sicherungsrechte an dem Grundstück einräumen lassen.

International University Bremen
Contact: Brita Schemmann
Tel: 0421 200 4451
Fax: 0421 200 49 4451
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Pressemitteilung
30. September 1998

Senat gibt grünes Licht für private Universität in Grohn
Anfang 1999 Gründung der Internationalen Universität Bremen

Das Land Bremen wird die Gründung einer privaten Internationalen Universität in Bremen-Grohn unterstützen und betreiben. Das hat der Senat am 29. September 1998 beschlossen. Partner ist vor allem die Rice University aus Houston. Art und Umfang der Beteiligung des Massachusetts Institute of Technology (MIT), das sein Interesse an einer Mitwirkung bekundet hat, sollen bis Anfang November geklärt werden. Der Senator für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Sport wurde beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen, daß die förmliche Gründung der Universität Anfang 1999 erfolgen kann.

Der Senat beschloß zugleich, für die Hochschule Bremen Alternativen einer Weiterentwicklung links der Weser zu untersuchen. Die mit Blick auf den Standort Grohn vorübergehend angehaltenen Baumaßnahmen für die Hochschule in der Neustadt können unverzüglich wieder aufgenommen werden.

Das finanzielle Engagement des Landes für die neue Universität wird sich nach dem Beschluß auf eine Anlauffinanzierung, die Stipendienförderung und auf Anfangsinvestitionen beschränken. Dafür stehen bereits reservierte Mittel aus dem Investitions-Sonder-Programm (ISP) in Höhe von 230 Millionen Mark zur Verfügung. Der Senat betonte, daß Errichtung und Betrieb dieser Hochschule sich nur mit erheblichem Engagement der amerikanischen Partner und Dritter realisieren lassen. Die Betriebskosten müssen nach der Aufbauphase aus Studiengebühren und Stipendien, Erträgen aus Stiftungskapital sowie aus Spenden und Drittmitteln für Forschung aufgebracht werden.

Standort der neuen Universität soll die Roland-Kaserne in Grohn werden. Der Senator für Finanzen wurde gebeten, den Erwerb des Geländes noch in diesem Jahr unter Dach und Fach zu bringen. Der Senat wird dann das Gelände der Universität zur Nutzung zur Verfügung stellen.

Um den privaten Charakter der Neugründung zu unterstreichen, werden die weiteren Vorbereitungen des Planungskomitees im Rahmen einer bereits gegründeten Planungsgesellschaft mbH, die als Vorläufer der zukünftigen Universität angesehen werden kann, koordiniert. Vorsitzender des Planungskomitees ist der renommierte Wissenschaftsmanager, ehemalige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und ehemalige ESA- Direktor Prof. Dr. Reimar Lüst, heute Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Dem Planungskomitee gehören außerdem die Senatoren Josef Hattig und Bringfriede Kahrs, Universitätsrektor Prof. Dr. Jürgen Timm sowie der Akademische Direktor und einige Professoren der Rice University und der ehemalige Bremer Mercedes-Benz Werksleiter Dr. Dietrich Zeyfang an. Ein Projektmanager der Planungsgesellschaft wird demnächst die operativen Arbeiten wie Fund Raising und Marketing aufnehmen. Die staatlichen Planungsaufgaben werden in einer Senatsarbeitsgruppe unter Beteiligung der Ressorts Wissenschaft (federführend), Wirtschaft, Finanzen, Senatskanzlei und Bau koordiniert.